Mobile Haustierbetreuung - auch für "Exoten"

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Mensch-Hund-Beziehungen


Wenn man wie ich als mobiler Tiersitter oder einfach nur als ganz normaler Tier-Mensch mit anderen Mensch-Hund-Gespanne in Kontakt kommt, ist es oftmals "faszinierend", was sich einige Menschen erlauben heraus zu nehmen, ihren Hund auf sehr entwürdigende Weise zu behandeln:
- sei es das ständige Geziehe an Leine und Halsband, wodurch dem Hund schwere, körperliche Schäden zugefügt werden können,
_ der Mops in Kettenhaltung,
- der Zug an der Schnauze eines kleines Mischlings, um den Hund zurück zu ziehen, weil er auf Ruf nicht hört oder
- ein total distanz- und respektloser Labrador ("besser so, als wenn er aggressiv wäre") - sie Alle haben ein gemeinsames, großes Problem: Menschen ohne echten Hundeverstand.

Im Rahmen meines mobilen Tiersittings stehe ich oft Fragen zur Hundeerziehung und/oder überforderten Hundehaltern gegenüber, deren Probleme meist hausgemacht sind, weil die Hunde (unbewusst?) wenig bis gar nicht art- und rassegerecht gehalten werden.
 


Von A bis Z werden die Caniden als "Freunde", "Familienmitglied" und "Demokraten" behandelt, gezielt als "Partner-" oder "Kinderersatz" angeschafft - die wirkliche Natur des Hundes wird jedoch häufig außer Acht gelassen, dadurch entstandene Probleme auf Menschenart "gelöst".

Kaum ein anderes Tier wird (ohne böse Absicht?) so oft falsch verstanden, behandelt und gehalten wie der Hund.

Es gibt eine Reihe von Fehlern und Fehlinterpretationen, denen der Mensch im Umgang mit seinem oder einem fremden Hund unterliegt, weil er sich zu sicher fühlt und das wahre Wesen des Hundes (unbewusst?) ignoriert.

Es spielt auch keine Rolle, der wievielte Hund es ist, den man mit durchs Leben nimmt - ist man sich den Fehlern der Vergangenheit nicht bewusst und stellt man sich keiner Selbstkritik, wird man seinem Hund nie das zukommen lassen, was er eigentlich braucht und was ihm wirklich gut tut.
 
Auch wenn Viele es nicht wahr haben wollen: primär ist der Hund weder Kumpel noch Kuscheltier; er ist nicht auf der Welt, um Kinder oder Partner zu ersetzen bzw. als Spielgefährte, "Pausenfüller" oder Sportsfreund zu dienen.
 
Der Hund ist und bleibt der Nachfahre des Wolfes, der sich bereits bedingt durch Domestikation genug "verbogen" hat und dem wir Halter es nun schuldig sind, uns dafür dankbar zu zeigen, indem wir uns aufmerksam auf seine Bedürfnisse konzentrieren.
 
Hundehalter, die mit ihrem Vierbeiner eine Hundeschule besuchen, sind oftmals ratlos, warum es auf dem Platz der Hundeschule immer super läuft, aber kaum verlässt man diesen und ist zuhause - man hat im Alltag nicht so viel Zeit, gemeinsam zu üben - scheint alles Vermittelte beim Hund wie weg geblasen.

Der Hund verbindet für sich ganz klar: Tag + Zeitraum + Ort des Trainings = meine Zeit, in der mein Mensch sich ganz auf mich konzentriert.

Mit dem Hund lernen und trainieren heißt nicht nur, ihn für das gemeinsame Leben zu "formen", sondern auch als Mensch zu verstehen, worauf es von eigener Seite zum Schutz des Hundes ankommt.
 
Ein Hund, der bspw. sofort aus dem Kofferraum springt, sobald dieser geöffnet wird, kann je nach Gegebenheit ums Leben kommen oder schwere körperliche Schäden erleiden - Impulskontrolle über ihn zu haben bewahrt ihn davor und ist überhaupt nichts "Schlimmes" oder "Böses".
 
Vielleicht mache ich mich als mobile Tiersitterin nun unbeliebt, aber aus Erfahrung und Erlebtem heraus möchte ich allen Hundehaltern, die sich dem (noch) nicht so wirklich bewusst sind/sein wollen, ans Herz legen:

Einen Hund in seinem Haushalt zu haben, bedeutet nicht nur, dass er da ist, er sich ständig und ausschließlich nach unserem Alltag zu richten hat, man ihn füttert, mit Leckerchen voll stopft, streichelt, ihn hin und wieder anspricht (oder ständig zutextet), eigentlich "unverschämte" Verhaltensweise laufen lässt und mit ihm Spazieren geht, wo er wieder frei Schnauze das machen kann, was er will - die Verantwortung, die man auf sich nimmt, sobald man sich für einen Hund in seinem Leben entscheidet, ist im Umfang größer als jede Verantwortung für eine andere Tierart.
 
Wer mit dem Gedanken spielt, eine Hundeschule besuchen zu wollen, sollte sich für eine(n) Trainer(in) entscheiden, der/die auch nach Hause kommt und das Mensch-Hund-Gespann bei Problemsituationen 1:1 begleitet - sollen Sie immer nur auf dem Übungsplatz des Trainers/der Trainerin erscheinen oder wird Ihnen die Kastration Ihres Tieres als "Mittel Nr. 1 bei Verhaltensstörung" verkauft: Hund wieder einpacken und gehen.

Aber nicht nur, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, kann/sollte man sich kompetente Hilfe zu Rate ziehen, sondern auch dann, wenn der Wunsch nach einem Hund genauso groß ist, wie die Unsicherheit: Welcher soll es sein? Welcher passt zu mir und meinem Leben? Welchem werde ich gerecht?

Für ein individuelles, stress- und gewaltfreies Training von Hund und Mensch sowie als kompetente Beratung zur Anschaffung eines caniden Begleiters, empfehle ich die Hundeschule im Wolfholz von Sibylle Kempf.
 
Im Namen und Sinn des Hundes bitte ich Sie herzlich: Nehmen Sie die Anschaffung sowie die Haltung eines Hundes, nicht auf die leichte und "lieb gemeinte" Schulter, sondern verhalten Sie sich Ihrem "zahmen Wolf" ggü. art- und rassegerecht.

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