Mobile Haustierbetreuung - auch für "Exoten"

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Was für Menschen selbstverständlich ist, sollte für Tiere nicht hinten anstehen.
 
Nur Wenige wissen, dass es sie gibt, aber jeder Tierhalter kann in die Situation geraten, sie zu brauchen: Hier, die Tierrettung LV Südbaden e.V., mit Sitz bei Radolfzell am Bodensee.

Aus gegebenem Anlass möchte ich an dieser Stelle unserer Tierambulanz eine eigene Seite widmen und hoffe, dass hierdurch weitere Unterstützer in Form von "kleinen" oder "großen" Fördermitglieder gewonnen werden können.

Mit meinem Hund Gino lief ich heute (4.8.2011) - wie meistens, wenn ich von meiner Hauptarbeit komme - eine unserer Runden durch den Wald, zum selbst entspannen, ihm "Abenteuer" zu geben und mit ihm Futtersuchspiele zu veranstalten, damit er eine echte Alternative zu etwaig aufkommenden Jagdambitionen erhält. (Im Wald klappt das komischerweise sehr gut, nur gegen die mäuseverseuchten Wiesen um unser Dorf herum, habe ich keine Chance!?)

Gino stöberte nah am Wegrand in einem Gebüsch, als er raus kommt und seine linke Pfote hoch hält. - Er setzt sich sofort ab und beginnt, seine Pfote zu lecken und nagen. - Anfangs ließ er mich noch an seine Pfote ran, aber ich konnte nichts erkennen.

Im Gegensatz zu damals, als er sich einen Ballen aufgerissen hatte, etwa 1 Woche Verband tragen musste und sich trotz aller Widrigkeiten gut Gassi führen ließ, verweigerte er Heute vollständig das Weiterlaufen - besser gesagt: das Weiterhumpeln auf drei Beinen, sodass ich mich dazu entschloss, ihn zu tragen.

Bei einem Gewicht von ca. 20kg allerdings weder leicht noch lange machbar. Der uns bevorstehende Weg zum Auto zurück betrug etwa 3 - 4 km.

Wenigstens hatten wir eine Stelle im Wald erwischt, an der es weitestgehend Funkempfang gab, sodass ich uns zumindest für "irgendwann demnächst" bei unserem Tierarzt anmelden konnte - aufgrund, dass ich meinen Hund erst noch ein gefühltes Jahr aus dem Wald tragen musste, war mir eine genaue Zeitangabe nicht möglich.

Ich hatte vermutlich
+/-500m mit Gino auf dem Arm in Etappen zurück gelegt, als das Tragen so richtig anstrengend wurde und ich ihn mehr absetzen musste, als dass ich ihn aufnehmen konnte.

Unser Auto schien mir am anderen Ende der Welt zu stehen, als mir einfiel, dass wir die geniale Einrichtung namens Tierambulanz haben.

Ca. 30 Minuten nach Anruf war die Tierrettung vor Ort - wir waren keinen Meter mehr weiter gegangen, damit der Funkempfang nicht verloren ging; Gino blieb die ganze Wartezeit über liegen und verweigerte mir seine Pfote.

Ich selbst war nicht sonderlich aufgeregt, vielleicht auch deshalb, weil wir es nicht mit einer offenen, stark blutenden Wunde zu tun hatten bzw. uns in keiner anderen Extremsituation befanden.

Aber es war schon ein richtig unangenehmes, weil sehr hilfloses Gefühl, so mitten im Wald, alleine, der eigene Hund vermutlich verletzt, weder Material noch sonstige Behelfsmittel zur Hand und der Weg zum rettenden Auto kam mir vor, als müsste ich mit Sturmgepäck einmal um die Erde laufen.

Wie sich heraus stellte, konnten auch die Tier-Sanitäter weder einen Fremdkörper noch eine Verletzung finden und Gino lief auch so gut wie wieder normal. Vermutlich hatte er sich "nur" arg vertreten und die Ruhephase bis zum Eintreffen der Tierambulanz reichte aus, ihn wieder "gangbar" zu machen. *?!*

Mit der Tierrettung habe ich seit langer Zeit immer wieder mal zu tun, bislang allerdings nur, wenn es um Dritte ging. - Durch die persönliche Erfahrung Heute lernte ich die Existenz eines Rettungsdienstes für Tiere (hier bei uns 2006 von Bernd Metzger gegründet) noch mehr schätzen.

Wir hatten Glück, dass sich Gino nicht ernsthaft und lebensbedrohlich verletzt hat, aber es gibt Tiere, die u.U. in sehr missliche Lagen geraten, mit dem Tod ringen und / oder eine echte Gefahr für sich sowie das Umfeld darstellen - dann zählt jede Minute, jedes Handling, jedes Know-How!

Ein emotional angespannter Tierhalter hat weder Nerven noch ist er klar genug bei Verstand, durchweg das Richtige zu tun - hierfür braucht es speziell ausgebildete Menschen und funktionale Ausrüstung.
 



Tierrettungsdienste sind nicht nur auf "typische" Haustiere spezialisiert, sondern können in jeder Situation, in die ein Tier involviert ist, reagieren.

Meine ganz persönliche, innige Bitte an jeden Tierhalter, den ich mit dieser Seite erreichen kann:

Werden Sie Fördermitglied der Tierrettung LV Südbaden e.V., wenn Sie in den Landkreisen Konstanz, Tuttlingen oder Schwarzwald-Baar wohnen bzw.: unterstützen Sie die Tierambulanz in Ihrer Nähe und helfen dabei, tierisches Leben zu retten sowie Gesundheit zu erhalten.


Vielen Dank im Namen aller Tiere, die irgendwann auf die Hilfe einer Tierambulanz angewiesen sind - ggf. auch Ihr Eigenes!
 
 

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