Wichtiges zur Langzeitbetreuung von Katzen
Benötigen Sie die Betreuung Ihrer Katze(n) aufgrund einer mehrwöchigen Abwesenheit (Krankenhaus, Reha, Familienangelegenheit, Urlaub etc.), bitte ich Sie Folgendes zu beachten und einzuplanen:
Katzen sind mitunter die größten Gewohnheitstiere, mit denen Mensch zusammenleben kann. Umso stressiger ist für sie alles, das ihren Alltag auf den Kopf stellt. Vor allem, wenn es sich um allein gehaltene Katzen oder Freigänger handelt, die eine Zeit lang ohne ihren Menschen auskommen und oder drinnenbleiben müssen oder an einem fremden Ort (Pension, andere Wohnung usw.) verbracht werden. – Nicht selten werden dadurch Verhaltensveränderungen beim Tier produziert, die nur schwer oder nie wieder gutzumachen sind.
Möchten Sie mich nur 1x täglich zur Versorgung Ihres Wohnungstigers engagieren, sollten Sie eine weitere Person Ihres Vertrauens in petto haben, die im Lauf des Tages ebenfalls nach dem Tier sehen und sich mit ihm beschäftigen kann. Diverses Spielzeug, womit sich der Stubentiger gefahrlos selbst beschäftigen kann, sollte ebenfalls vorhanden sein.
Des Weiteren empfiehlt es sich Radio und oder TV (bspw. per Zeitschaltuhr bzw. durch entsprechende Einstellung) ein paar Stunden zur „Ansprache“ für die Samtpfote laufen zu lassen.
Ist Ihre Katze Voll- oder Teilzeitfreigänger ohne chipgesteuerte Katzenklappe, sollte auch für sie die Möglichkeit gegeben sein, wenigstens in Abständen rauszukommen und wieder reingelassen zu werden. – Meiner Erfahrung nach steigt bei Freigängern (bei Vollzeit eher als Teilzeit) nach etwa einer Woche das Energielevel an, wodurch Frust und Ärger beim Tier allmählich zunehmen.
In der Regel versuchen Katzen erst durch penetrantes Anschmiegen, ständig in die Beine laufend und köpfelnd ein Rausdürfen zu erschleichen. Fruchtet dies nicht, besteht die nächste Stufe aus Auspaldowern, wann es am besten passen würde, am Ersatzmensch vorbei zu schleichen oder schießen, mit der Hoffnung die Haustür steht offen… – Je länger einer freiganggewohnten Katze ihre Passion vorenthalten wird, umso länger könnte die Zeit der Rückkehr dauern.
Viele Menschen vergessen leider, dass Freigängerkatzen nicht nur Stress mit dem Drinbleibenmüssen haben. In der Zeit ihrer aufgezwungenen Abwesenheit könnten sie zudem ihr Revier oder Teile davon an Artgenossen verlieren. Sich dieses wieder zurück zu erobern stellt den nächsten Stress (made-by-mensch) dar.
Zusammengefasst, soll ich über mehrere Wochen nur 1x täglich zur Versorgung Ihrer Katze kommen:
Wohnungskatzen brauchen Ansprache und Beschäftigung. Holen Sie eine Vertrauensperson dazu, die Ihre Katze kennt und zeitversetzt kommt. Lassen Sie Radio und oder TV (zeitversetzt, automatisch gesteuert) als „Ansprache“ laufen.
Freigängerkatzen sollten mindestens 1 Mal in der Woche raus können, um Energie abzuladen, Abwechslung zum künstlichen Spielzeug zu haben und ihr Revier zu sichern. Holen Sie auch hierfür eine Vertrauensperson dazu, die ihre Katze kennt, zeitversetzt kommt und den Tiger in die Wohnung – nicht nur ins Haus! – lassen kann.
Warum es mir wichtig ist, Katzen zusätzlich zu ihrer gewohnten Umgebung auch einen möglichst typischen Alltag zu bieten lesen Sie > Hier.
